In den Jahren 1961 bis 1968 wurden in und um der Basilika St.Ulrich und Afra (Augsburg/ Bayern) Gräber verschiedener Epochen enteckt, darunter auch 30 Körpergräber aus dem 7. Jahrhundert. Zu diesen ghörte das Grab 8, welches u.a. durch seine prunkvolle Reliquenschnalle herausragt.
Als weiteres Grabinventar sind u.a.das Messer mit punzverzierter Lederscheide, die Stiefel, der Otterfellmantel und die mit Prägemuster versehenen, ledernen Stulpen einer Tunika oder Handschuhen zugehörig.

Der Kleriker, wahrscheinlich ein hoher Geistlicher oder Bischof, wurde um 620-640 n.Chr. im Alter von 50-60 Jahren bestattet.
Die Reliquienschnalle ist nordburgundischer Herkunft und wurde Jahrzehnte vor dem Ablegen seines Trägers gefertigt; wahrscheinlich spätes 6. Jahrhundert.
Als weitere Besonderheit ist der Baumwollsamen im Inneren der Schnalle zu erwähnen, welcher wahrscheinlich aus Palästina stammte.



Quellen nach:
Joachim Werner und Aladar Radnóti: Die Ausgrabungen in St. Ulrich und Afra in Augsburg 1961–1968.
Münchner Beiträge zur Vor- und Frühgeschichte, 2 Bde., München 1977




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