"Frau von Schwenningen"


In Schwenningen (Baden Württemberg) wurden bei Erweiterungsbauten, 1939, vier alamannische Gräber gefunden. Darunter befand sich das Grab Nr.4, eines der reichsten Frauengräber Südwestdeutschlands (Qualitätsgruppe D). Die "Frau von Schwenningen" wurde ca. 530 n.Chr. bestattet. Es stechen besonders die reichen Almandineinlagen an den Fibeln ins Auge. Die zwei kleinen Fibeln stammen wahrscheinlich aus dem Umfeld des byzantinischen Kaiserhofs.
Erwähnenswert sind die kleinen Scheibenfibeln, die beiden Bügelfibeln, die Gürtelschnalle, die Kristallkugel sowie die goldenen Almandinanhänger der Kette.


Die Darstellung "Frau von Schwenningen" war eine schwierige und zeitaufwendige Reproduktionsarbeit. Zu den im Grab gefundenen Artefakten mußten zahlreiche trachttypische Stücke ergänzt werden, da die damalige Bergung nicht fachgerecht war. Zudem sollte auch eine Nachbildung des im Grab gefundenen Stoffragmentes des Kleides nachgewebt werden.
Die Gestaltung des Ober- und Unterkleides, die gesamten Lederarbeiten, sowie die Rekonstruktion der zwei- bzw. dreiteiligen Gürtelgehänge, wurden von mir vorgenommen. Im Herbst 2003 begann ich mit den Rekonstruktionsarbeiten und konnte diese im September 2005 vollständig abschließen.


Reproduktion des Schmuckes: Die Kette wurde mit zeittypischen Perlen ergänzt. Die fehlenden Edelteine an der Originalgürtelschnalle wurden an dem Replikat ergänzt.


Das Kleid besteht aus bicoloren Woll-Diamantköper.

Die Frau von Schwenningen wird nur auf musealen Veranstaltungen in Komplettansicht gezeigt.



Mouseover-Effekte
ueru taz ist spiz
taz santa tir tin fredel ce minnon