Auf diesem Bild sehen Sie eine Rekonstruktion der Leier aus dem Oberflachter Grab 84. Der Korpus ist aus Eiche, der Rest aus Ahorn. Funde von Leiern aus der Merowingerzeit sind selten. Obwohl sie dem Schein nach damals häufiger waren, sind im Moment nur 15 Funde aus Europa verzeichnet. Die meisten stammen aus England. Zu den bekanntesten zählen neben Oberflacht noch Sutton Hoo und Trossingen.
In der Oberschicht gehörte es anscheinend zum guten Ton Heldensagen und Liedgut vortragen zu können. Möglicherweise wanderte die Leier an der Tafel rum und ein jeder trug etwas vor. Wahrscheinlich diente das Instrument hauptsächlich zur Untermalung des möglichen Sprechgesanges, da der Tonumfang der Leier, mit fünf Saiten beschränkt war und ein rein musikalischer Vortrag relativ schwierig sein durfte.









Hier sehen sie meine Sattelrekonstruktion nach dem Fund aus Oberflacht Grab 211, um 600 n.Chr, wo ein Sattelbogen dieser Art aus Ahorn gefunden wurde. Der Brustriemen ist eine Rekonstruktion aus Rißtissen 127. Riemenverteiler dieser Machart sind bisher nur dreimal für den ostalpinen Raum belegt. Sattelfunde für die Merowingerzeit sind spärlich und nur fragmentarisch erhalten. Meist geben die metallenen Überreste Aufschluß über das Aussehen. Besser sieht es mit den Trensen und Brustgeschirr aus - über die gesamte Merowingerzeit sind metallene Funde erhalten.


Quelle nach:
- Judith Oexle: Studien zu merowingerzeitlichem Pferdegeschirr am Beispiel der Trensen, Mainz










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